Aurachbrücke A1 Westautobahn

Mit dem Neubau der Aurachbrücke nahe der Anschlussstelle Regau realisierte die HABAU gemeinsam mit PORR im Auftrag der ASFINAG eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte an der A1 Westautobahn in Oberösterreich.
Querverschub Aurachbrücke © Gregor Hartl / HABAU GROUP
Standort: Regau, Oberösterreich (A1 Westautobahn)
Brückenlänge: ca. 420 m
Brückenhöhe: ca. 50 m
Fahrbahnfläche: ca. 12.600 qm2
Betonmenge: ca. 30.000 qm3
Baustart: Sommer 2022
Fertigstellung: Ende 2025

Mit dem Neubau der Aurachbrücke nahe der Anschlussstelle Regau realisierte die HABAU gemeinsam mit PORR im Auftrag der ASFINAG eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte an der A1 Westautobahn in Oberösterreich. Das bestehende Bauwerk aus den 1940er- und 1960er-Jahren wurde durch eine moderne Stahlverbundbrücke ersetzt, die den heutigen Anforderungen an Verkehrssicherheit, Tragfähigkeit und Verkehrsaufkommen gerecht wird. Der Baustart war im Sommer 2022, die Fertigstellung erfolgte Ende 2025.

 

Neubau der höchsten Brücke der A1

Die neue Aurachbrücke überspannt das Aurachtal im Bezirk Vöcklabruck und zählt mit rund 50 Metern Höhe zu den markantesten Brückenbauwerken entlang der A1. Das neue Tragwerk weist eine Länge von rund 420 Metern auf und wurde in mehreren Bauphasen unter laufendem Verkehr errichtet. Ein zentrales Ereignis des Projekts stellte der Querverschub des rund 15.000 Tonnen schweren Tragwerks der Richtungsfahrbahn Salzburg dar. Aufgrund der anspruchsvollen Lage sowie der hohen Verkehrsbelastung auf der A1 waren präzise Bauabläufe und eine enge Abstimmung aller Projektbeteiligten erforderlich. Die HABAU brachte dabei umfassende Expertise im Ingenieur- und Betonbau ein.

 

Großprojekt unter laufendem Verkehr und nachhaltige Lösungen

Neben dem Brückentragwerk wurden umfangreiche Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Verkehrs während der gesamten Bauzeit getroffen. Dafür wurde zunächst das Tragwerk der Richtungsfahrbahn Salzburg in Seitenlage auf temporären Pfeilern errichtet, um den Verkehr auf der A1 möglichst uneingeschränkt aufrechterhalten zu können.

 

Auch in punkto Nachhaltigkeit setzt das Projekt Maßstäbe: Beim Abbruch des alten Tragwerks wurde rund 130.000 Tonnen Betonmaterial ausgebaut, das vollständig recycelt und unter anderem als Schüttmaterial im Straßenbau wiederverwendet wurde. Zusätzlich wurde das Baustellengelände im Zuge der Renaturierung auf einer Fläche von zwei Hektar mit rund 4.000 neuen Bäumen bepflanzt.

 

Für den Neubau werden rund 30.000 Kubikmeter Beton, 3.600 Tonnen Bewehrungsstahl sowie 305 Tonnen Spannstahl verarbeitet. Die neue Brücke verfügt über eine Fahrbahnfläche von etwa 12.600 Quadratmetern.