S31 Talübergänge Sieggraben

Mit dem Neubau der Talübergänge bei Sieggraben realisieren HABAU und Swietelsky im Auftrag der ASFINAG eines der anspruchsvollsten Brückenbauprojekte der S31 Burgenland Schnellstraße.
Ort: Sieggraben, Burgenland
Auftraggeber: ASFINAG
Auftragsvolumen ARGE: ca. 64 Mio. Euro
Brückenlängen: 465 m, 376 m, 412 m, 361 m
Brückenhöhen: 45 m, 49 m, 56 m, 27 m
Brückenfläche: ca. 19.700 m2
Verbauter Beton: ca. 27.000 m3
Baustart: März 2023
Geplante Gesamtfertigstellung: Ende 2026

Mit dem Neubau der Talübergänge bei Sieggraben realisieren HABAU und Swietelsky im Auftrag der ASFINAG eines der anspruchsvollsten Brückenbauprojekte der S31 Burgenland Schnellstraße. Die neuen Brückenbauwerke entstehen im Zuge des Sicherheitsausbaus zwischen Weppersdorf und Sieggraben und tragen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sowie zur langfristigen Leistungsfähigkeit der Strecke bei. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für Ende 2026 vorgesehen.

 

Drei Taktschiebebrücken und ein Lehrgerüst für die neue Richtungsfahrbahn

Für die neue Richtungsfahrbahn Oberpullendorf entstehen insgesamt vier Brückentragwerke, darunter drei im Taktschiebeverfahren und eines auf einem Lehrgerüst. Während der Verkehr weiterhin über die bestehenden Brücken geführt wird, wird die neue Richtungsfahrbahn parallel errichtet. Durch die bauliche Trennung der Fahrtrichtungen können Frontalunfälle künftig wirksam verhindert werden.

 

Der Taktverschub ist eine logistische und technische Meisterleistung: Dabei werden die Brückenabschnitte hinter den Widerlagern betoniert, vorgespannt und anschließend über Pfeiler hydraulisch in ihre endgültige Lage verschoben. Höchste Präzision ist gefragt, wenn die Verschubteams auf den Pfeilern PTFE-Gleitplatten positionieren und der bis zu 11.000 Tonnen schwere Hohlkasten mit Millimetergenauigkeit in Bewegung gesetzt wird.

 

Das vierte Tragwerk – ein zweistegiger Plattenbalken – wurde in elf Betonierabschnitten über ein Lehrgerüst hergestellt. Eine besondere Herausforderung: eines der Brückenfelder liegt über der frequentierten Abfahrt Sieggraben und erforderte eine speziell adaptierte, besonders niedrige Gerüstkonstruktion.

 

Auch der Unterbau der neuen Brücken ist beeindruckend: Rund 13.700 Meter Bohrpfähle mit einem Durchmesser von bis zu 1,2 Metern wurden im teils schwer zugänglichen Gelände hergestellt. Die bis zu 56 Meter hohen Pfeiler entstanden mittels Selbstkletterschalung mit wöchentlichen Fortschritten von bis zu zehn Metern.

 

Nachhaltigkeit im Fokus

Die gesamte Bauphase wird durch wasserrechtliche, geotechnische und ökologische Fachaufsicht begleitet. Temporär notwendige Rodungen werden durch Aufforstungsmaßnahmen auf rund 6.000 Quadratmetern kompensiert.