Schleuse Kachlet Passau

Mit der Generalinstandsetzung der Schleuse Kachlet in Passau realisiert HABAU gemeinsam mit PORR und FELBERMAYR eines der größten Modernisierungsprojekte an der Main-Donau-Wasserstraße.
Ort: Passau, Bayern
Auftraggeber: Wasserstraßen-Neubauamt Magdeburg
Auftragsvolumen: ca. 290 Mio. Euro
Betonarbeiten: ca. 65.000 m3
Leitungsarbeiten: ca. 6.000 m
Böschung- und Sohlsicherungsarbeiten: ca. 7.000 m3
Stahlwasserbau: ca. 1.500 t
Baustart: 2026
Geplante Gesamtfertigstellung: 2038

Mit der Generalinstandsetzung der Schleuse Kachlet in Passau realisiert HABAU gemeinsam mit PORR und FELBERMAYR eines der größten Modernisierungsprojekte an der Main-Donau-Wasserstraße. Die seit 1927 bestehende Anlage zählt zu den wichtigsten Bauwerken der europäischen Güterverkehrsroute auf der Donau – jährlich passieren rund 10.000 Schiffe die Schleuse.

 

Generalinstandsetzung bei laufendem Betrieb

Im Auftrag des Wasserstraßen-Neubauamts Magdeburg sanieren HABAU, PORR und FELBERMAYR die beiden Schleusenkammern Nord und Süd einschließlich der jeweiligen Ober- und Unterhäupter. Die Arbeiten beginnen mit der Südschleuse. Die bestehenden Bauwerke werden bis auf die Grundsohle zurückgebaut und anschließend gemäß aktuellen technischen Standards vollständig neu errichtet. Bestandteil des Projekts ist zudem die Installation moderner Schleusentortechnik mit neuen Stemmtoren und hydraulischen Antrieben.

 

Komplexe Anforderungen – starke Partner

Die Generalinstandsetzung der Schleuse Kachlet ist ein ingenieurtechnisch komplexes Großprojekt. Während der gesamten Bauphase wird die Schifffahrt aufrechterhalten, was temporäre Umleitungen jeweils über die andere Schleuse sowie eine enge Koordination aller Beteiligten erfordert. Gleichzeitig stellen hohe Anforderungen an den Baugrund und die Wasserhaltung besondere Herausforderungen dar. In der ARGE bündeln die ausführenden Unternehmen ihre jeweiligen Kernkompetenzen für eine optimale Projektumsetzung. HABAU übernimmt zentrale Ingenieurbauleistungen im Wasserstraßenbau und bringt ihre ausgewiesene Betontechnologie, innovative Bauverfahren sowie eine strukturierte Arbeitsvorbereitung und Projektkoordination ein. PORR ergänzt das Leistungsspektrum durch ihre Expertise im Spezialtiefbau sowie im Ingenieur- und Erdbau während FELBERMAYR ihre langjährige Erfahrung im Wasserbau sowie in der Hebetechnik beiträgt.

 

Nachhaltige Lerneffekte

Über die bauliche Umsetzung hinaus setzt das Projekt wichtige Impulse für die Weiterentwicklung digitaler Prozesse. Die vollständige Building Information Modeling (BIM)-Planung unterstützt eine frühzeitige Erkennung von Schnittstellen und Optimierungspotenzialen, während ein durchgängiges IT-gestütztes Prozessmanagement die Zusammenarbeit aller Beteiligten fördert. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen auch für zukünftige Großprojekte genutzt werden.

Im Endausbau wird jede Schleuse 335 Meter lang und 24 Meter breit sein. Bis zu 100 Mitarbeiter:innen werden auf der Baustelle tätig. Baustart des Projekts war im Jänner 2026. Mit der Fertigstellung beider Bauabschnitte ist die Gesamtinbetriebnahme der Anlage für das Jahr 2038 geplant.