Mit dem Ersatzneubau der 453 Meter langen Talbrücke Rahmede in Nordrhein-Westfalen auf der A45 wird eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte Deutschlands realisiert. Seit Oktober 2023 laufen die Bauarbeiten für das Großprojekt, das HABAU gemeinsam mit MCE und Bickhardt Bau SE im Auftrag der Autobahn GmbH umsetzt. Die Inbetriebnahme des ersten Teilbauwerks ist für Frühjahr 2026 geplant. Das voraussichtliche Bauende ist 2027.
Die in 1968 errichtete Brücke wird vollständig erneuert. Ende Februar 2025 wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht: Bei der sogenannten „Stahlhochzeit“ wurden die von der Nord- und Südseite eingeschobenen Stahltragewerke der ersten Richtungsfahrbahn präzise zusammengeführt. Damit wurde die Lücke nur 16 Monate nach Baustart erfolgreich geschlossen.
Stahlhochzeit: Präzisionsarbeit im Taktschiebeverfahren
Mit August 2024 startete der Einschub der Stahltragwerke im Taktschiebeverfahren. Ende Februar 2025 war es dann so weit: Die Vorbauschnäbel wurden an den Spitzen der Stahltragwerke entfernt. Anschließend wurde das Tragwerk auf der Südseite weitergeschoben, bis es auf das von der Nordseite eingeschobene Tragwerk traf und so die Lücke geschlossen wurde. Dabei mussten die Enden der Tragwerke aufgrund der unterschiedlichen Auskragungslänge millimetergenau ausgerichtet werden. Im Jänner 2026 erfolgte die Stahlhochzeit für die zweite Fahrbahn.
Enge Zusammenarbeit innerhalb von HABAU GROUP
Innerhalb von HABAU GROUP sorgen HABAU und MCE für eine optimale Nutzung von Synergien: Während HABAU für den Stahlbetonbau und die technische Gesamtkoordination verantwortlich ist, übernimmt MCE den gesamten Stahlbau. Durch diese enge Verzahnung können Bauabläufe effizient abgestimmt und technische Lösungen in kürzester Zeit optimiert werden.